'Wilde Hobby Maler' in Elze unterwegs

Bei strahlendem Sonnenschein kamen 18 kleine Hobby-Maler in weißen Kitteln, um sich am frühen Morgen nach dem Motto 'Kunst in der Stadt' ideenreich und experimentell mit Pinsel und Farbe zu beschäftigen. Die Regie führte Elzes Hobby-Künstler Leo KRYSTOFIAK im Auftrage des Kunst- und Kulturvereins Fundus e.V. Elze. 

Mit dem Bemalen von Telefonkästen, von denen es einige hundert in Elze und den Ortsteilen gibt, will man die Stadt Elze beleben und farbige Akzente setzen. KRYSTOFIAK hat sich zunächst sechs Kästen im Bereich des Rathauses ausgesucht. 

Dazu hatte er ein ganzes Atelier mit einer riesigen Farbpalette vor dem Schreibwaren-Geschäft Jagau aufgebaut. Dort konnten sich die arbeitswütigen Kinder mit Lust auf Farben nach einer Weißgrundierung jede Menge bunter Acryl-Farben für die künstlerische Gestaltung aussuchen. 

Anleitung hierzu hatten die Kinder sich bereits in 2006 geholt, als sie in Braunschweig ein Haus besichtigten, das der amerikanische Künstler 'Ritzi' künstlerisch innen und außen bemalt hat. Die von ihm bekannten Ergebnisse sind "bunt-schrill-einzigartig". Die größeren 12jährigen Kinder konnten schon die Regie übernehmen, wobei KRYSTOFIAK die Oberaufsicht führte. 

Das attraktivste Motiv war ohne Zweifel der gelbrot-gestreifte Leuchtturm oder die bunt gestaltete Straßenansicht verschiedener Häuser. 

Jedenfalls wird die Stadt anschließend um ein ganzes Stück freundlicher aussehen. Man darf gespannt sein, welche Ideen die Kinder bei ihren Malereien verwirklicht haben. In den nächsten Tagen können die Elzer Einwohner die Unikate auf den Telefonkästen bewundern.

Quelle: Aus dem Archiv des Elzer Spiegel - Ausgabe vom 9.08.2007

Hier können Sie die Bilder vom Elzer Spiegel zu dieser Aktion aufrufen.

Und hier finden Sie Bilder von den Telefonkästen heute (August 2013).

Erfolgreicher 5 Tages 'Collagen-Crash-Kurs'

Der kreative Malkurs im Studio der Firma Weikert wurde zu einem Pilotprojekt für die beiden Leiter Dagmar Weikert und Leo KRYSTOFIAK. Beide zeigten sich nach Beendigung des Kurses sehr zufrieden und würden die gemeinsame Arbeit gerne fortsetzen. Für die Kursteilnehmer war der Umzug ins Studio sehr vorteilhaft. Sie konnten sowohl am Tisch malen oder an einer zur Verfügung gestellten Staffelei. 

Dagmar Weikert(58) -gebürtig aus Bayern- wohnt seit 20 Jahren in Elze. Sie hat genau wie Leo KRYSTOFIAK bereits in ihrer Kindheit gemalt. "In diesem Kurs, habe ich den Anfängern die ersten Grundzüge des Malens beigebracht, -geordnet in Linien-, um später auf Abstraktes übergehen zu können", erläutert sie. Und: "Für viele bedeutet das Malen ein Lebenselixier, wenn sie frei gestalten dürfen", sagt sie aus Erfahrung.

Leo KRYSTOFIAK(69) hat sein lebenslanges Faible für die Malerei mit 54 Jahren, als er in den Ruhestand ging, so richtig ausgelebt. Er erlernte Aquarell- und Acryll-Malerei und besuchte die Malschule in Worpswede und als Sommerschule viele Jahre lang die Akademie in Norden. "Meine Malerei hat sich alle fünf Jahre verändert", resümiert er, "je nach Lebensphase". Er zeigte sich nun ganz angetan von diesem 5 Tages-'Collagen-Crash-Kurs'. "Das Arbeiten war sehr intensiv und gut. Es bringt viel mehr als einen Kurs nur einmal wöchentlich wahrnehmen zu können", sagt er. 

Der fünftägige Sommerferien-Malkurs wurde für 14 Teilnehmer zu einer großen Herausforderung. Jeden Tag traf man sich von 10-15.30 Uhr im 'Studio' der Hobby-Künstlerin Dagmar Weikert in der Gerberstraße in Elze. Anfänger wie auch Fortgeschrittene konnten in diesem Kurs neue Techniken erlernen. Während Dagmar Weikert für die Acryl-Malerei ihren Schwerpunkt auf realistische Malerei legte, führte der Weg von Leo KRYSTOFIAK mehr in die experimentelle Malerei, was zu interessanten Ergebnissen führte. Beide Künstler legten ein besonderes Gewicht auf die freie Entfaltung der Fähigkeiten und so konnten sich die Talente ohne Druck bei freier Zeiteinteilung entfalten und jede Teilnehmerin ließ ihre Gefühle und Empfindungen mit einfließen. Die beiden Kursleiter standen jedem Teilnehmer mit Rat und Tat zur Seite.

Quelle: Aus dem Archiv des Elzer Spiegel - Ausgabe vom 29.07.2007

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